Ein Thema, was ich denke, viel zu wenig angesprochen und bedacht, sogar förmlich übersehen wird: Leistungslose Einkommen - ökonomische Renten. Ihre Ursachen und Lösungen.
Dabei ist dieses Thema das beste Beispiel dafür, dass die bestehende »Demokratie« nicht so funktioniert, wie sie sich viele Menschen vorstellen.
Ich verfolge seit einigen Tagen einen Dialog in meiner Nachbarschaft. Thema ist Demokratie. Die Argumente fliegen hin und her: Die Partei will dieses und die andere will jenes. Dann braucht man dafür Geld und dafür auch. Woher nehmen, ohne Steuern zu erhöhen und die »Reichen« zu schröpfen. Wahlen sind wichtig. »Wir« brauchen eine Volksabstimmung...Mehr Staat, weniger Staat ... usw.
Ich sehe viel guten Willen.
Auffällig ist dabei, dass ökonomische Ursachen aus der Debatte rausgehalten werden. Die Gesprächspartner gehen irgendwie davon aus, dass sich Politik durch Politik verändern lässt. Ohne die Wurzel von Problemen zu betrachten, wird man sich dauerhaft im Kreis bewegen. Im berühmten Hamsterrad. Das ist der Grund, warum ich bei politischen Diskursen lieber Beobachter bleibe.
Nun zum Artikel, den ich verlinken wollte:
Neue Rekordgewinne der Automobilbranche – Wer erwirtschaftet und bekommt sie? | Von Christian KreißZitat:
»Martin Luther zu Wucherzinsen und leistungslosen Einkommen
Martin Luther bezeichnete Zinsen von 5% und mehr als „Wucher.“ Wucherer waren für ihn Menschen, die 5% Zins oder mehr nahmen. Er meinte dazu: „Man soll beim Leihen nicht mehr oder Besseres nehmen! Wenn aber jemand mehr oder Besseres nimmt, so ist das Wucher und heißt nicht Dienst, sondern Schaden getan seinem Nächsten, genauso, wie es durch Stehlen und Rauben geschieht.“ Eine andere Äußerung von ihm dazu: „Ein Wucherer ist ein schöner Dieb und Räuber und sitzt auf einem Stuhl, daher man sie „Stuhlräuber“ heißt.“
Dieser Ausspruch bringt sehr gut den Rentencharakter von Zins- und Dividendenzahlungen, Mieten und Pachten zum Ausdruck. Man muss nichts dafür tun, man erhält diese Zahlungen leistungslos, indem man ein Aktienpaket oder Anleihepaket hält oder im Grundbuch steht. Man „sitzt auf einem Stuhl“ und bekommt das Geld. Daher ist der von Luther verwendete Begriff „Stuhlräuber“ sehr gut und zutreffend.
„Und er [der Zins nimmt] leidet darüber keine Gefahr, weder an Leib, noch an Ware; er arbeitet nicht, sondern er sitzt hinter dem Ofen und brät Äpfel.“ Auch dies ist eine gute Beobachtung von Martin Luther. Wer ein breit gestreutes Wertpapierportfolio hat, läuft darüber langfristig betrachtet keine nennenswerte Gefahr. Betrachtet man beispielsweise den S&P 500 über 150 Jahre, so erkennt man, dass es langfristig immer nach oben ging.
Daher kommt Martin Luther zu dem Schluss: „Sage mir: heißt das nicht unchristlich und #unmenschlich gehandelt?“«
https://apolut.net/neue-rekordgewinne-der-automobilbranche-wer-erwirtschaftet-und-bekommt-sie-von-christian-kreiss/
P.S.: Christian Kreiß gelingt es in seinem »Standpunkt«, auf einfache Weise zu zeigen, dass die sogenannte Leistungsgesellschaft ein Mythos ist. Vor allem wird das Vermögen belohnt und nicht die Leistung.
Dabei ist dieses Thema das beste Beispiel dafür, dass die bestehende »Demokratie« nicht so funktioniert, wie sie sich viele Menschen vorstellen.
Ich verfolge seit einigen Tagen einen Dialog in meiner Nachbarschaft. Thema ist Demokratie. Die Argumente fliegen hin und her: Die Partei will dieses und die andere will jenes. Dann braucht man dafür Geld und dafür auch. Woher nehmen, ohne Steuern zu erhöhen und die »Reichen« zu schröpfen. Wahlen sind wichtig. »Wir« brauchen eine Volksabstimmung...Mehr Staat, weniger Staat ... usw.
Ich sehe viel guten Willen.
Auffällig ist dabei, dass ökonomische Ursachen aus der Debatte rausgehalten werden. Die Gesprächspartner gehen irgendwie davon aus, dass sich Politik durch Politik verändern lässt. Ohne die Wurzel von Problemen zu betrachten, wird man sich dauerhaft im Kreis bewegen. Im berühmten Hamsterrad. Das ist der Grund, warum ich bei politischen Diskursen lieber Beobachter bleibe.
Nun zum Artikel, den ich verlinken wollte:
Neue Rekordgewinne der Automobilbranche – Wer erwirtschaftet und bekommt sie? | Von Christian KreißZitat:
»Martin Luther zu Wucherzinsen und leistungslosen Einkommen
Martin Luther bezeichnete Zinsen von 5% und mehr als „Wucher.“ Wucherer waren für ihn Menschen, die 5% Zins oder mehr nahmen. Er meinte dazu: „Man soll beim Leihen nicht mehr oder Besseres nehmen! Wenn aber jemand mehr oder Besseres nimmt, so ist das Wucher und heißt nicht Dienst, sondern Schaden getan seinem Nächsten, genauso, wie es durch Stehlen und Rauben geschieht.“ Eine andere Äußerung von ihm dazu: „Ein Wucherer ist ein schöner Dieb und Räuber und sitzt auf einem Stuhl, daher man sie „Stuhlräuber“ heißt.“
Dieser Ausspruch bringt sehr gut den Rentencharakter von Zins- und Dividendenzahlungen, Mieten und Pachten zum Ausdruck. Man muss nichts dafür tun, man erhält diese Zahlungen leistungslos, indem man ein Aktienpaket oder Anleihepaket hält oder im Grundbuch steht. Man „sitzt auf einem Stuhl“ und bekommt das Geld. Daher ist der von Luther verwendete Begriff „Stuhlräuber“ sehr gut und zutreffend.
„Und er [der Zins nimmt] leidet darüber keine Gefahr, weder an Leib, noch an Ware; er arbeitet nicht, sondern er sitzt hinter dem Ofen und brät Äpfel.“ Auch dies ist eine gute Beobachtung von Martin Luther. Wer ein breit gestreutes Wertpapierportfolio hat, läuft darüber langfristig betrachtet keine nennenswerte Gefahr. Betrachtet man beispielsweise den S&P 500 über 150 Jahre, so erkennt man, dass es langfristig immer nach oben ging.
Daher kommt Martin Luther zu dem Schluss: „Sage mir: heißt das nicht unchristlich und #unmenschlich gehandelt?“«
https://apolut.net/neue-rekordgewinne-der-automobilbranche-wer-erwirtschaftet-und-bekommt-sie-von-christian-kreiss/
P.S.: Christian Kreiß gelingt es in seinem »Standpunkt«, auf einfache Weise zu zeigen, dass die sogenannte Leistungsgesellschaft ein Mythos ist. Vor allem wird das Vermögen belohnt und nicht die Leistung.