»Auch, wenn ich ansonsten Deine Sicht teile, denke ich, dass das Geld nicht der Grund allen Übels ist. In meinen Augen erscheint es als Folge. Und zwar als Folge des handelbaren Privateigentums an Grund und Boden inklusive der innewohnenden Ressourcen. (Dabei geht es nicht um »Oma ihr klein Häuschen« oder Landflächen, die von Familien selbst bewohnt und bestellt werden, ...) Ohne dieses Eigentum wäre das bestehende Geldsystem denkunmöglich.
Ich will es einmal an Hand eines kleinen Denkexperiments erläutern.
»Nach einer gewaltigen globalen Katastrophe landen mehrere tausend Menschen (aller Altersgruppen, aus allen Berufsgruppen - ein ganz normaler Querschnitt der westlichen Gesellschaft) auf einer großen, von Menschen unbewohnten, Insel. Klimatisch ideal für menschliches Leben, fruchtbare Böden, dichte Wälder. Auch alle anderen, bekannten Ressourcen sind vorhanden.
Die Menschen entscheiden sich, zu bleiben. Sie möchten wieder so leben wie vorher. Ihr altes »Normal«.
In den Reihen der Gestrandeten sind auch Politiker, Juristen , Ökonomen, Banker...
Schließlich setzen sich alle Menschen zusammen und beraten, wie sie starten und ihr Leben organisieren können. Sie merken bald, dass es nicht so einfach wird, wie sie sich das vorstellten. Sie können ihr altes »Normal« nicht replizieren.«
Irgendwann, in grauer Vorzeit, stand die Menschheit genau vor so einem Problem mit der Erde, die eigentlich allen Menschen gehört. Land, das für alle Menschen lebensnotwendig ist wie Luft zum Atmen und Wasser zum Trinken, wurde aufgeteilt. Vielleicht sogar mit guter Absicht.
Mir fällt keine Möglichkeit ein, dass der heutige gesellschaftliche Ist-Zustand ohne Lug, Betrug und Gewalt erreicht werden konnte. Sie sind die Basis des gegenwärtigen Systems und nicht Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit oder wie auch immer man das nennen mag. Alles beruht auf reiner Willkür.«
Anmerkung: Auf Grundlage dieser Überlegungen, bin ich der Meinung, dass eine tiefgreifende Veränderung gesellschaftlicher Bedingungen (hin zum guten Leben aller Lebewesen), selbst ohne Enteignungen, mit dem Rückkauf von privatem Landeigentum durch lokale Verwaltungen eingeleitet und umgesetzt werden kann. Ohne Chaos und ohne Blutvergießen. Es ist alles nur eine Frage der Organisation (und des Buchungssatzes 😉). Wenn man sich beim Wasser darauf einigen kann, dass es ein Gemeingut ist, warum nicht bei Grund und Boden?
Ein Geld, das auf unbegrenzter menschlicher Leistungsfähigkeit basiert und nicht auf begrenzten abzählbaren Einheiten, kann unbegrenzt geschöpft werden.
#Leben #Mensch #Frieden #Menschenwürde #Gleichwürdigkeit
