»Wählen ist die gewalttätigste Handlung, die jemand in seinem Leben begehen kann.
Diese wenig beachtete Anomalie in Bezug auf die Stimmabgabe steht in direktem Zusammenhang mit der modernen Auffassung vom Staat als einem Gebilde, das seine Handlungsbefugnis aus der Zustimmung der Regierten ableitet. Die Aura der Legitimität, die das Handeln der Regierung umgibt, wird durch die wahrgenommene Rolle der Abstimmung als Ausdruck des "Volkswillens" verstärkt. Unabhängig davon, ob es sich um eine nicht bedrohliche oder gewaltsame Maßnahme handelt, wird davon ausgegangen, dass die Autorität für jede einzelne Handlung der Regierung auf der Zustimmung des Volkes durch den Wahlprozess beruht. Dies wird den Schulkindern von frühester Kindheit an beigebracht.
Die Vorstellung, dass der Staat seine Handlungsbefugnis aus der Zustimmung des Volkes ableitet, klingt romantisch. Nur wenige Menschen sind sich jedoch bewusst, dass die Macht des Staates per definitionem dem Zweck dient, Gewalttaten zu verüben. Damit jemand oder eine Organisation friedlich handeln kann, ist keine Ermächtigung erforderlich. Dies ist unter Wissenschaftlern kein Geheimnis, und die Definition des Staates des Soziologen Max Weber gilt als eine der maßgeblichen:
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Diese wenig beachtete Anomalie in Bezug auf die Stimmabgabe steht in direktem Zusammenhang mit der modernen Auffassung vom Staat als einem Gebilde, das seine Handlungsbefugnis aus der Zustimmung der Regierten ableitet. Die Aura der Legitimität, die das Handeln der Regierung umgibt, wird durch die wahrgenommene Rolle der Abstimmung als Ausdruck des "Volkswillens" verstärkt. Unabhängig davon, ob es sich um eine nicht bedrohliche oder gewaltsame Maßnahme handelt, wird davon ausgegangen, dass die Autorität für jede einzelne Handlung der Regierung auf der Zustimmung des Volkes durch den Wahlprozess beruht. Dies wird den Schulkindern von frühester Kindheit an beigebracht.
Die Vorstellung, dass der Staat seine Handlungsbefugnis aus der Zustimmung des Volkes ableitet, klingt romantisch. Nur wenige Menschen sind sich jedoch bewusst, dass die Macht des Staates per definitionem dem Zweck dient, Gewalttaten zu verüben. Damit jemand oder eine Organisation friedlich handeln kann, ist keine Ermächtigung erforderlich. Dies ist unter Wissenschaftlern kein Geheimnis, und die Definition des Staates des Soziologen Max Weber gilt als eine der maßgeblichen:
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